Der Energy Globe zeichnet Projekte aus, die unsere Energieressourcen schonend verwenden oder erneuerbare bzw. emissionsfreie Energieformen nutzen. Diese Idee des Gmundner Energiepioniers Wolfgang Neumann hat sich in den letzten zehn Jahren zum International anerkannten Umweltpreis mit über 800 Einreichungen aus 111 Nationen entwickelt. Die weltweit besten 15 Projekte waren für den Energy Globe World Award nominiert.
Am 14. April um Punkt 13 Uhr war es so weit: Die weltweit übertragene Fernsehgala war eröffnet. Desirée Nosbusch begann mit einem „Energie-Gipfel“: Rund um Mirek Topolánek und Stavros Dimas scharrten sich auf der Bühne die Umweltminister Europas um 27 Kinder mit den EU-Fahnen. Ein starkes Zeichen für den gemeinsamen Weg, der hier in Sachen Umweltpolitik beschritten wird.
ENERGY GLOBE World Award 2009 geht nach Myanmar
Einen absoluten Höhepunkt erreichte die Spannung bei der Wahl des ENERGY GLOBE World Award durch das Publikum. Mit einem klaren Vorsprung ging der Sieg an den Träger des Feuer-Award, mit dem Projekt „Solarkrankenhaus Myanmar“. Das Border Green Energy Team versorgt ethnische Minderheiten im Grenzland zwischen Thailand und Myanmar mit bewährter Energietechnologie sowie mit Ausbildung und finanzieller Unterstützung. Früher gab es in dieser Region keine Versorgung mit elektrischer Energie, Spitalsarbeiten mussten in der Nacht ohne Licht und Strom durchgeführt werden. Seit 2003 werden Myanmarische Mediziner darin geschult, solare Energiesysteme zu errichten und zu warten. 2007 wurden zwei Krankenhäuser mit Energiesystemen versorgt, damit Medizin gekühlt und medizinische Ausrüstung und Computer mit Strom versorgt werden können. Diese Initiative gewährleistet mit umweltfreundlichem Sonnenstrom die medizinische Rund-um-die-Uhr-Versorgung von etwa 200.000 Flüchtlingen und sorgt allgemein für eine Verbesserung der Lebensqualität im Thailändisch-myanmarischen Grenzland. Ein Umweltprojekt mit einem starken Zeichen für Menschlichkeit.
Ein hochwertiges Showprogramm rundete die Gala ab Shooting-Star Nisha Kataria sorgte mit Michael Jacksons Earth-Song für Gänsehaut-Feeling. Südliches Samba-Flair brachte Viktor Lazlo mit ihrer Live-Interpretation von „Begin the Beguine“ in den Messepalast. Mit „ Earth, Rain, Wind, Flame“, einer Live-Präsentation der österreichischen Folk-Gruppe Seer, ging die Gala zu Ende.
Dass bei dieser hochkarätigen Gala der eigentliche Zweck nicht zu kurz kam, dafür sorgten die beeindruckenden und engagierten Projekte, an die die Awards vergeben wurden. Sie machten das glanzvolle Fest im Zentrum der europäischen Demokratie zu einem unübersehbaren Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.
Genaue Projektbeschreibungen zu den Preisträgern und Nominierten der Kategorien Erde, Wasser, Luft und Jugend finden Sie unter www.energyglobe.info
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