Die Firmengruppe Eder aus Peuerbach/OÖ. hat 2010 mit dem Ziegel „Trionic“ das am besten dämmende einschalige Ziegelmauerwerk auf den Markt gebracht und dafür bereits das international anerkannte Passivhaus-Zertifikat erhalten. Jetzt werden mit diesem Ziegel erstmals Passivhäuser in reiner Ziegelbauweise errichtet. Das Pilotprojekt mit 4 Doppelhäusern wird in Linz/Pichling realisiert. "Durch unser neues Bausystem wird in Österreich erstmals Passivhausqualität in einschaliger Ziegelbauweise ohne zusätzliche Dämmung möglich", so Entwicklungsleiter Thomas Eder. Der Architektenwettbewerb wurde bereits durchgeführt, realisiert wird das frei finanzierte Bauvorhaben ab Herbst 2011 von der GWG Linz.
Erstmals wird mit reiner Ziegelbauweise ohne zusätzliche Dämmung Passivhausstandard erreicht
Bisher war es mangels Alternativen üblich, massive Außenwände durch zusätzliche äußere Dämmung wärmetechnisch zu verbessern. Das Peuerbacher Ziegelunternehmen Eder beweist nun, dass eine Gebäudehülle in Passivhausqualität auch in einschaliger Ziegelbauweise ohne Zusatzdämmung möglich ist. "Das ist ein Meilenstein im Bereich der Ziegelbauweise", so Eder.
Eder Ziegelsystem mit Passivhaus-Zertifikat ausgezeichnet
Ermöglicht wird diese Bauweise durch den neuen Ziegel von Eder. Drei Jahre Entwicklungsarbeit und das Know-How aus drei Ziegelwerken stecken in dem 50 cm starken Trionic Ziegel, der eine besonders hohe Wärmedämmung (U = 0,15) und statische Sicherheit aufweist. Das Passivhaus-Zertifikat ist die höchste Auszeichnung für Energieeffizienz im Bereich der Gebäudehülle im deutschsprachigen Raum. Die Firmengruppe Eder hat diese Zertifizierung als erster österreichischer Ziegelhersteller erhalten. Eder stellt damit Bauherren das wärmetechnisch beste einschalige Ziegelmauerwerk Österreichs zur Verfügung.
Realisierung von 4 Doppelhäusern in Linz in Passivhausqualität - Architekturwettbewerb durchgeführt
Die erstmalige praktische Umsetzung erfolgt durch die Errichtung von 4 innovativen Doppelhäusern in Passivhaus-Qualität in der Traundorferstraße im Süden von Linz. Bei einem Architekturwettbewerb wurden in der Gestaltung von Doppelhäusern neue Wege aufgezeigt, um die Vorteile der Ziegelbauweise mit den hohen Anforderungen des Passivhausstandards zu vereinen. Sieben Architekten-Teams wurden eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Ziel ist die Entwicklung von nachhaltigen Wohngebäuden unter Berücksichtigung entscheidender Parameter wie Energieeffizienz, Raumklima, Tageslicht und Architektur. Die eingereichten Entwürfe wurden nach einer Vielzahl von Kriterien zur Erreichung des Passivhausstandards beurteilt.
Einstimmige Wahl des Siegerprojekts - Architekturbüro aus Puchenau setzt sich mit höchster Bewohnerfreundlichkeit durch
Unter allen Teilnehmern setzte sich jetzt das Architekturbüro Arch+More aus Puchenau beim Realisierungswettbewerb durch. Eine hochkarätige Jury unter der Leitung von Architektin DI Dr. Renate Hammer der Donau-Universität Krems, bewertete die eingereichten Arbeiten in einem zweistufigen Prozess.
Das Siegerprojekt besticht laut Jury durch eine gute Funktionsweise und hohe Qualität der Innenräume, die den einzelnen Bauherren viel persönliche Flexibilität erlauben. Die Ausrichtung der Häuser bringt eine hohe Nutzung der Sonneneinstrahlung, Vorsprünge lockern die architektonische Gestaltung auf und verbessern die Tageslichtnutzung. Beständige Werte wie Tradition, Baukultur und Regionalität werden beim Siegerprojekt mit technischem Fortschritt und höchsten Anforderungen an Energieeffizienz, Wohlbefinden und Ökologie in Einklang gebracht. Der Primärenergiebedarf dieser Wohnhäuser wird durch die Minimierung von Wärmeverlusten der Gebäudehülle und durch Nutzung erneuerbarer Energie nur einen Bruchteil des heute üblichen Maßes betragen. „Der monolithische Wandaufbau mit dem Trionic Ziegel von Eder, zeigt die zukunftsweisende Entwicklung dieses in OÖ sehr traditionell verhafteten Baumaterials“ begrüßt Architektin Domenig-Meisinger die Entwicklung des neuen Ziegels.
Wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts
In Zusammenarbeit mit führenden wissenschaftlichen Einrichtungen wird die ganzheitliche Betrachtung des Bauvorhabens möglich. Die Donau-Universität Krems analysiert das neue Bausystem hinsichtlich der Lebenszykluskosten, um die wirtschaftlichen Vorteile durch die Langlebigkeit und die geringen Folgekosten wissenschaftlich fundiert aufzuzeigen.
Die Lebenszykluskosten eines Hauses werden von den Eigenschaften der Gebäudehülle entscheidend mitbestimmt. Bei einer einschaligen Ziegelwand entstehen keine Folgekosten durch den Austausch der Dämmung oder deren Entsorgung. Die ausgezeichneten wärmetechnischen Werte und die hohe Luftdichtheit sind Basis für höchste Energieeffizienz und bleiben über die gesamte Nutzungsdauer uneingeschränkt erhalten.
Die Technische Universität Dresden ermittelt die Rückwirkung von thermisch bedingten Änderungen auf die Mauerwerksstatik. Das Institut für Baubiologie und -ökologie (IBO) Wien untersucht weiters die baubiologischen Eigenschaften und ökologischen Vorteile der Ziegelbauweise im Lebenszyklus von Gebäuden.
Genaue Aufzeichnung der energietechnischen Vorteile des Pilotprojekts
Bis 2013 werden die Gebäude durch die Donau-Universität Krems und das IBO einem detaillierten Monitoring unterzogen, um die energietechnischen und baubiologischen Erkenntnisse zu evaluieren und abzusichern. Die Gebäudeeigenschaften werden durch Zertifizierungen gemäß des Klima-Aktiv-Standards und des Passivhaus-Instituts Darmstadt dokumentiert.
ZIEGELWERK EDER GMBH & CO KG 4722 Peuerbach, Bruck 39, Tel.: +43 (0) 7276 / 24 15-0, Fax: +43 (0) 7276 / 33 45, e-mail: info
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