Niedrigenergiehaus

Bei der kosten- und umweltbewussten Planung eines Niedrigenergiehauses sind eine hochwärmedämmende Außenhülle und die Ausrichtung nach Süden von Bedeutung. Ideal sind ein kompakter Grundriss und zwei Geschoße.

OÖ Niedrigenergiehaus NEZ ≤ 36 bzw. 45 kWh/m²a

Die einschalige Außenwandkonstruktion aus Ziegel ist besonders sicher in der Ausführung und dauerhaft wertbeständig, ein Ziegelleben lang. Der Planziegel sorgt für ein sauberes, homogenes Mauerwerk.

BauteilU-Wert 
Systemempfehlung
Außenwand:≤ 0,20EDERPLAN XP 50 TRIONIC
Fenster:≤ 1,20Niedrigenergiehausfenster
Oberste Geschoßdecke:≤ 0,15Ziegeldecke mit 20-25 cm Dämmung
Kellerdecke:≤ 0,25Massivdecke mit 16-20 cm Dämmung
Heizsystem:Innovativ und klimarelevant
 

OÖ Niedrigenergiehaus: 48.000 Euro

Der Nachweis der Erfüllung der Anforderungen an das OÖ Niedrigenergiehauses kann über eine NEZ < 36 kWh/m² und Jahr erbracht werden, wobei die NEZ (NEZ berechnet ohne Wärmerückgewinnung durch allfällige Komfortlüftungsanlagen) < 45 kWh/m²a sein muss. Ein innovatives klimarelevantes Heizsystem ist erforderlich.

ODER

Die Erfüllung der Anforderung an ein OÖ Niedrigenergiehaus kann auch mittels Gesamtenergie-Effizienz-Faktors (fGEE) nachgewiesen werden. Dieser darf für das geplante Haus nicht größer sein, als der fGEE bei dem Haus gleicher Geometrie mit einer NEZ von 36 kWh/m²a mit einer Haustechniksystem-Referenzausstattung gemäß OIB RL6. Eine NEZ (NEZ berechnet ohne Wärmerückgewinnung durch allfällige Komfortlüftungsanlagen) von < 45 kWh/m² und Jahr ist Voraussetzung, sowie ein innovatives klimarelevantes Heizsystem.

ODER

Die Erfüllung der Anforderungen an ein OÖ Niedrigenergiehaus kann auch durch den Einsatz besonderer Kombinationen mit klimarelevanten Heizsystemen nachgewiesen werden. Eine NEZ (NEZ berechnet ohne Wärmerückgewinnung durch allfällige Komfortlüftungsanlagen) von < 45 kWh/m²a ist Voraussetzung, sowie ein Heizsystem mit Biomasse oder eine elektrische Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl von mind. 4,0 bzw. 3,5 bei Luftwärmepumpe), oder Gas- und Flüssiggas-Brennwertgerät, oder Nah-/Fernwärme (aus hocheffizienter KWK-Anlage oder aus zumindest 80% erneuerbarer Energie), jeweils kombiniert mit einer thermischen Solaranlage mit mind. 8 m² Aperturfläche oder einer Photovoltaikanlage mit mind. 2 kWpeak.

Oberste Geschoßdecke:
Ein beträchtlicher Teil der Heizenergie geht durch die oberste Geschoßdecke verloren. Hier ist gute Dämmung besonders leicht möglich. Je nach Anforderung empfehlen wir, mit 20 – 30 cm Dämmung, die

Denken Sie an einen Ausbau des Dachgeschoßes, schlagen wir das EDER Wohndach vor.

Außenwände:
Als größter Teil der Gebäudehülle sind die Außenwände wichtig für den Wärmebedarf. Eine große speicherfähige Masse sichert geringe Heizkosten und ein ausgeglichenes, angenehmes Raumklima.
Ideal ist ein einschaliges 50 cm dickes Mauerwerk.

Wärmebrücken:

Auf die Ausführung der Anschlussdetails in einem guten Standard ist zu achten.

Fenster:
Möglichst zwei Drittel der Fensterflächen sollen nach Süden ausgerichtet sein. Sie weisen eine positive Energiebilanz auf.

Rollläden und Raffstore:
Sie sorgen für ausreichend Beschattung im Sommer, Schutz vor Überhitzung, guten Sichtschutz und erhöhte Sicherheit.

Kellerdecke:
Eine Deckendämmung von 16 cm ist ratsam.

Luftdichtheit:
Die Gebäudedämmung ist nur bei einer dichten Gebäudehülle wirksam. Massivbauten werden durch den Innenputz luftdicht.Wichtig ist, dass die Hülle nach der Fertigstellung nicht durch Elektro- und Sanitärinstallationen undicht wird.
Der Einbau einer Lüftungsanlage ist nicht erforderlich.

Weitere Voraussetzungen für den Erhalt der Wohnbauförderung

Die Eigenheimverordnung sieht für Förderbewilligungen den Einsatz eines der untenstehenden innovativen klimarelevanten Systeme als Hauptheizsystem als Fördervoraussetzung vor.

  • Heizungssystem auf Basis emissionsarmer, biogener Brennstoffe (Pellets, Hackgut, Stückholz,…).

  • elektrisch betriebenes Heizungswärmepumpensystemmit einer Jahresarbeitszahl von zumindest 4 (bei Luft- Wärmepumpen 3,5); die Wärmepumpe wird mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 8 m² Aperturfläche kombiniert.

  • elektrisch betriebenes Heizungswärmepumpensystemmit einer Jahresarbeitszahl von zumindest 4 (bei Luft-Wärmepumpen 3,5); die Wärmepumpe wird mit einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage mit mindestens 2 kWpeak kombiniert.

  • Fern- oder Nahwärme

  • Fernwärme mit einem Anteil erneuerbarer Energie von zumindest 80%.
Ökologische Mindestkriterien
  • Brennwerttechnik bei Gaskessel
  • raum- bzw. zonenweise Regelung der Raumtemperatur (zB Thermostatventile) 
  • Niedertemperaturverteilsystem (Vor-/Rücklauftemperatur max. 55/45°C):
  • nur Umwälzpumpen der Klasse A, A+ und A++ 
  • wassergetragenes Heizsystem (ausgenommen Passivhäuser) 
  • kein elektrischer Durchlauferhitzer zur Warmwasser-Bereitung 
  • Nachweis über die Vermeidung der sommerlichen Überwärmung 
  • luftdichte Gebäudehülle mit n50-Wert höchstens 1,5 [1/h] (Niedrigstenergiehäuser) bzw. 0,6 [1/h] (Passivhäuser) 
  • Vermeidung von Zirkulationsleitungen für die Warmwasserversorgung 
  • fachgerechte hydraulische Einregulierung der Wärmeverteilungs/abgabe-Systeme 
  • HFKW-freie und HFCKW-freie Wärmedämmstoffe und Baustoffe