Planungstipps

EDER PLANUNGSTIPPS

für Ihr Traumhaus

Der Hausbau ist ein wichtiger Lebensabschnitt und legt die Grundlage für das spätere Wohnen und Leben. Daher sollte der Planung eine hoher Stellenwert beigemessen werden. Diese Tipps sollen Ihnen wertvolle Informationen und Anreize geben, damit Sie mit Freude die erste Phase des Bauens meistern.

  • Baugrund
  • Finanzierung
  • Keller
  • Bauweise
  • Vorentwurf
  • PlanerIn

1. Das richtige Grundstück

Der günstige Preis spart sofort Geld – die günstige Lage spart laufend Geld!

Bewerten Sie:

  • Infrastruktur in der Nähe
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Weg zum Arbeitsplatz
  • Wege zu Kindergarten, Schule, Geschäfte, Arzt

 

Wo beginne ich mit der Grundstückssuche:

Gemeindeamt - Magistrat - Zeitung - Internet - Makler - Banken - Freundeskreis

 

Was ist unbedingt zu beachten (abgesehen vom Preis):

  • Größe, Neigung, Sonneneinstrahlung
  • Bodenbeschaffenheit
  • Kontaminierung, Grundwasser, …
  • Baumbestand
  • Grundbuch (Lastenfreiheit)
  • Widmung
  • Bebauungsplan
  • Nachbarn
  • Er- und Aufschließung (Kanal, Ortswasser, Strom, Gas, Fernwärme, Straße…)
  • Im Winter gut erreichbar (Straßen Räumung)
  • Umgebungslärm
Grundstück

Unbedingt das Grundstück mehrmals besichtigen: Morgens, Mittags, Abends und auch in der Nacht.

 

WICHTIG: Vertragsabwicklung über Notar!

 

 

2. Vom Bautraum zur Realisierung

Wichtig ist es, einige Fragen ehrlich zu sich selber zu beantworten und diese Antworten als Grundlage der Planung zu verstehen:

  • Was kann ich mir wirklich leisten?
  • Wichtig ist es, einen ehrlichen Kassensturz zu machen und mit einem Kreditinstitut (z.B. Hausbank) das Bauvorhaben zu besprechen.
  • Wie viel Wohnraum bzw. Räume brauche ich?
  • Komme ich mit diesem Platz in zehn oder zwanzig Jahren auch noch aus oder ist dieser dann vielleicht sogar zu viel?
  • Wie sieht meine Lebensplanung aus?

3. Brauche ich einen Keller?

Pro und Contra Keller:

 

  • Um in keine Kostenfalle zu tappen ist es notwendig, vorab die Bodeneigenschaften zu prüfen. Es hilft, vorab mit den Nachbarn, der Gemeinde oder dem ansässigen Bauunternehmer zu sprechen.
    Professionelle Hilfe bietet ein Geologe an.
  • Oft ergibt sich durch die Lage des Grundstückes (Hanglage) die Möglichkeit, im Kellergeschoß Wohnräume oder eine Garage einzuplanen. Verzichtet man bei einer Hanglage auf einen Keller, sind oft aufwendige und teure Fundamentierungsarbeiten nötig. Diese Kosten sollte man den Herstellungskosten eines Kellers gegenüberstellen.
Garage im Kellergeschoß
  • Welche Heiztechnik wird verwendet? Brauche ich einen Brennstoff-Lagerraum, der in einem Keller optimal neben dem Heizraum sein könnte oder wird eine Heiztechnik verwendet, die leicht im Erdgeschoß in einem Nebenraum Platz findet (z.B. Wärmepumpe)?
  • Gibt es einen Hausbrunnen mit Windkessel und event. Wasseraufbereitung oder einen Technikraum für die Pooltechnik, eine zentrale Staubsaugeranlage oder eine Lüftungsanlage, so finden diese technischen Anlagen oft einen optimalen Platz im Keller.
  • Habe ich viel Hausrat im Winter bzw. Sommer zu verstauen, wie z.B. Gartenmöbel, Kinderspielzeug, Fahrräder oder Skiausrüstung, Schneeräumgeräte und Schlitten, so bietet sich auch hier ein Keller sehr gut an.
  • Hobby- und Partyräume sind ebenso beliebt im Keller wie der Weinkeller, Fitness- oder Bastelräume.
  • Ein Keller erhöht den Wert der Immobilie nachhaltig und ist eine günstige Variante, um Stau- und Lagerräume zu errichten.
  • Beim Bau eines Fertigkellers sind die Baukosten und die Bauzeit vorab ganz klar kalkulierbar.
Der Fertigkeller punktet mit kalkulierbaren Kosten und einer schnellen Bauzeit.

4. Wahl des Baustoffes

Die Wahl des richtigen Baustoffes ist ein weiterer, entscheidender Schritt für den Hausbau:

 

Dabei sollten alle Argumente genau abgewogen und gut überlegt werden. Der Baustoff, aus dem die Wände und Decken Ihres Hauses bestehen, kann später nicht mehr getauscht werden. Er sollte solide, langlebig und wertbeständig sein.

Der Ziegel erfüllt all diese Vorgaben:

  • Sehr gute Wärmedämmung:
    50 cm starke Ziegelwände für die Außenwand erfüllen alle notwendigen Wärmeschutzvorgaben - ohne zusätzliche Dämmung.
  • Wärmespeicherung:
  • Starke Wände aus Ziegel haben eine hohe Masse und die Fähigkeit, sehr gut Wärme zu speichern. Das hilft beim Energiesparen und erzeugt im Wohnraum wohlige Wärme in der kalten Jahreszeit.
  • Schutz vor sommerlicher Überhitzung:
    Bei einer klugen Planung ist es in Häusern mit dicken Ziegelwänden und massiven Decken nicht notwendig Klimaanlagen für heiße Sommertage zu installieren. Die hohe Masse der 50cm starken Ziegel hilft auch in der heißen Jahreszeit ein angenehmes Raumklima zu erzeugen.
  • Dauerhaft luftdicht:
    Verputzte Ziegelwände und Decken sind luftdicht und das ein Leben lang. Unangenehme Zugerscheinungen oder ungewollte Lüftungswärmeverluste sind bei der richtigen Verarbeitung von Ziegel (z.B. mit Deckelmörtel) und Bauteilanschlüssen auszuschließen.
  • Hohe Schalldämmung:
    Ruhe innerhalb von Wohnräumen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Dicke Ziegelwände und massive Decken lassen laute Geräusche und Lärm draußen.
  • Hoher Brandschutz:
    Mineralische Baustoffe wie Ziegel und Beton sind nicht brennbar und daher die solide Basis für einen hohen Brandschutz von Gebäuden.
50 cm starke Ziegelmauern garantieren den höchsten Wohnwert und niedrige Energiekosten.
  • Optimale Planungsfreiheit und Wertbeständigkeit:
    Mit Ziegel verwirklichen Sie beinahe alle architektonischen Wünsche ohne auf Typenlösungen achten zu müssen. Kurzfristige Planänderungen sind in der Ziegelbauweise ohne großem Aufwand möglich. Da ein späterer Umbau von massiven Ziegelhäusern leicht realisierbar ist, bauen Sie mit Ziegel für Generationen. Diese Eigenschaften tragen zur hohen Wertbeständigkeit dieser Bauweise bei.
  • Ziegel sind diffusionsoffen:
    Ziegelwände und Decken können mit Luftfeuchte sehr gut umgehen. Sie transportieren die Restbaufeuchte ab und regulieren automatisch das Raumklima auf optimale Weise. In der Gebäudehülle kann auf aufwändige Zusatzmaßnahmen wie Dampfsperren, Klebebänder oder ähnliches verzichtet werden.
  • Gesundes Raumklima:
    Ziegel sind frei von Bauchemie und gasen keine giftigen Stoffe aus. Sie sind daher in der Verarbeitung und später im Gebrauch gesundheitlich absolut unbedenklich.
  • Ökologie und Umwelt:
    Ziegel werden aus heimischen Rohstoffen erzeugt und haben kurze Transportwege. Sie haben eine lange Lebensdauer und sind leicht als Bauschutt entsorgt. Über Sondermüll müssen Sie sich beim Thema Ziegel keine Gedanken machen.
  • Keine Bauschäden:
    Der Baustoff Ziegel ist lange bewährt und in unserer Heimat sehr beliebt. Dies hat den Vorteil, dass Baufirmen und Handwerker große Erfahrung in der Verarbeitung haben und bei fachgerechter Ausführung keine versteckten Mängel oder Bauschäden zu erwarten sind. Das steigert den Wert der Bausubstanz und trägt zu einem guten Wiederverkaufswert bei.
  • Pflegeleichte Fassaden:
    Auf einem soliden Untergrund mit hoher Masse bleiben Fassaden lange schön und frei von lästigen Algen oder Pilzen. So haben Sie lange Freude an der Fassade, ohne in kurzen Abständen investieren zu müssen.

5. Der Vorentwurf

Ein Bauprojekt – unabhängig von seiner Größe und seinem Umfang – verlangt nach professioneller Planung.

 

Es ist unumgänglich und empfehlenswert sich für die Planung an eine/n Baumeister/in, Architekten/in oder ein Planungsbüro zu wenden. Diese erstellen für Sie den Einreichplan aber auch Polier- und Detailpläne als Anleitung für die ausführenden Firmen. Auch für die behördliche Genehmigung Ihres Bauprojektes ist ein Planverfasser dringend notwendig. Die Entscheidung, was für Sie das Richtige ist und was Sie wollen, kann Ihnen aber kein Planer abnehmen.

 

Machen Sie sich mit Ihrem Partner eine Checkliste, wie Ihr Haus aussehen könnte und welche Räume Sie brauchen. Wir haben für Sie auf www.wohlfühlhaus.at acht Musterhäuser entworfen. Diese Webseite soll Ihnen Ideen liefern, wie Ihr Traumhaus aussehen könnte. Schmökern Sie sich durch und kopieren Sie die Eigenschaften, die Ihnen gefallen - genau dafür sind diese Planungen gedacht.

Schauen Sie auf www.wohlfühlhaus.at, welcher Haustyp am besten zu Ihrer Familie passt.

Folgende Dinge sollten Sie für Ihre Checkliste bedenken und sich überlegen, welche Räume dafür passen, ob sie groß genug und wichtig für Sie sind. Zu diesem Zeitpunkt planen Sie Ihre Zukunft!

 

Wie werden Sie wohnen?

Nach Hause kommen

  • der Weg vom Auto in den Vorraum, bei jedem Wind und Wetter
  • Barrierefrei
  • Einkäufe verstauen, kurze Wegstrecken
  • Garderobe, Stauraum

 

Besuch empfangen

  • wird ihr Haus nur privat genutzt oder event. auch geschäftlich, eigener Eingang
  • Bereich für Gästegarderobe

 

Weggehen

  • Garage oder Carport
  • Fahrräder oder Mopeds im Freien oder verschlossen
  • zusperren nicht vergessen, mit Schlüssel, oder Codetaster

 

Essen

  • gemeinsames Essen und Kochen
  • Besuch bekochen
  • getrennt Kochen und Essen oder alles in einem
  • Nahrungsmittellager
  • Esszimmer extra, freistehend

 

Ausruhen

  • Wohnbereich abgeschlossen oder eher offen
  • Fernsehen und Musik hören eher wichtig oder unwichtig
  • freistehende Sitzgarnitur großzügig auch für Besuch
  • Rückzugsbereiche
  • offener Kamin, Kachelofen

 

Kinder

  • Spielzimmer
  • Spielen mit Kinder
  • Rückzugsbereich zum Ausruhen oder Spielen
  • Musikinstrumente
  • Kleinkinder und Babys

 

Schlafen

  • Ruhe
  • Kinder
  • wird nur in der Nacht geschlafen
  • Krankenpflege
  • früh aufstehen ohne andere zu wecken

 

Badezimmer

  • Je Geschoß ein WC und eine Waschmöglichkeit
  • nur Duschen oder Badewanne
  • Barrierefrei
  • ältere Personen und Kleinkinder
  • Sauna

 

Hobby's

  • Basteln, Werken, Malen
  • Musikinstrumente
  • Haustiere
  • Stauraum für Ausrüstung

 

Garten

  • Zugang ins Freie
  • Terrasse, Balkone, Dachterrasse
  • Essen und Trinken im Garten
  • Spielen, Kinder
  • Pool, Pooltechnik
  • Nachbarn

 

Architektur

  • Zwei Geschoße oder Bungalow
  • Ist das Kellergeschoß einseitig frei wegen Gefälle
  • Dachform, Flachdach
  • Balkon, Terrasse, geschützter Freisitz
  • Große Verglasungen
  • Sonnenschutz
  • Welcher Stil: modern, Landhaus oder Toskana

6. PlanerIn

Sie haben einen geeigneten Bauplatz gefunden, sich über die Finanzierung Gedanken gemacht und im besten Fall bereits einen Vorentwurf im Kopf oder auf Papier?

 

Dann ist der beste Zeitpunkt gekommen, eine/n Planer/in zu beauftragen. Es gibt viele Möglichkeiten kompetente PlanerInnen zu finden. Es gibt Planungsbüros, Baumeisterbetriebe mit eigener Planungsabteilung und natürlich Architekten, die für Sie die Planung übernehmen. 

Nach dem Vorentwurf kann die Planung beauftragt werden.

Klären Sie vorab:

  • Mit welchen Kosten ist für die Planung zu rechnen und
  • was genau beinhaltet der Planungsauftrag
  • Prüfen Sie, welche Befugnisse der/die Planer/in hat und welche Referenzen es gibt

 

Der Entwurfsplan

  • Bauplatzbegutachtung, Höhennivellierung
  • Rechtliche Prüfung vorab
  • Bedarfsermittlung im ersten Gespräch – was wollen Sie bauen, wie wollen Sie wohnen
  • Erster Vorentwurf
  • Weitere Planungsgespräche bis hin zum fertigen Entwurfsplan
  • Vorgespräche mit der Gemeinde und Vorprüfung des Entwurfsplanes durch den Sachverständigen der Baubehörde